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Abschied
Aktivoli Bremen
Anerkennungskultur
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Arbeitslosigkeit
Aufwandsentschädigung
Auslagenerstattung

wertschätzung als hohes gut:
Anerkennung zeigen im ehrenamt

Definition und Bedeutung:

Die Anerkennung und Würdigung ehrenamtlicher Arbeit bildet die Grundlage einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Freiwilligen.
Sie drückt Wertschätzung für die geleistete Zeit, Energie und Kompetenz aus, die Freiwillige in ihr Engagement investieren, und fördert die Motivation, sich langfristig einzubringen.

Eine gelebte Anerkennungskultur trägt entscheidend dazu bei, das Ehrenamt als wertvollen Teil der Organisation, aber auch im Großen und Ganzen, der Gesellschaft sichtbar machen.

Praktische Maßnahmen zur Anerkennung:

Tägliche Gesten der Wertschätzung: Eine namentliche Begrüßung oder ein einfaches „Dankeschön“ von Hauptamtlichen oder Vorgesetzten nach jedem Einsatz sollte selbstverständlich sein. Solche Gesten signalisieren, dass die Arbeit der Freiwilligen nicht als selbstverständlich betrachtet wird und die einzelne Person einen Unterschied macht.

Feiern und Veranstaltungen: Empfangsabende, Sommerfeste oder Jahresabschlussfeiern, die speziell den Ehrenamtlichen gewidmet sind, wirken ebenfalls wertschätzend und fördern außerdem das Gemeinschaftsgefühl.

Individuelle Geschenke: Kleine, persönlich ausgesuchte Aufmerksamkeiten wie ein Buch, ein Blumenstrauß, Freikarten zu einer Kulturveranstaltung oder ein handgeschriebener Brief können einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Offizielle Anerkennungen: Dankesurkunden oder Ehrennadeln zeigen die Wertschätzung auf institutioneller Ebene.

Staatliche und organisatorische Vergünstigungen:

Ehrenamtspauschale und Übungsleiterpauschale: Finanzielle Vergütungen bieten eine zusätzliche Anerkennung für das Engagement.

Ehrenamtskarte: Diese ermöglicht Zugang zu Ermäßigungen oder kostenlosen Angeboten in vielen Bereichen (z. B. ÖPNV, kulturelle Veranstaltungen).

Langfristige Anerkennungskultur:

Anerkennung sollte nicht auf materielle Maßnahmen beschränkt bleiben. Sie muss im Arbeitsalltag und in der Organisationskultur verankert sein.
Dazu gehören:

Respekt und Vertrauen: Klare Absprachen über Inhalte, Ziele, Zeitrahmen und den Abschluss einer ehrenamtlichen Tätigkeit schaffen Vertrauen.

Partizipation: Freiwillige sollten in Entscheidungsprozesse eingebunden werden, um ihre Ideen, ihre Kompetenz, ihre Perspektiven und Kritik wo möglich einzubinden und wertzuschätzen.

Förderung von Kompetenzen: Kostenlose Weiterbildungen, Schulungen oder Netzwerktreffen stärken nicht nur die Qualifikationen der Freiwilligen, sondern zeigen, dass ihre persönliche Weiterentwicklung der Organisation wichtig ist.

Anerkennung im Team: Eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen stärkt die Zusammenarbeit und beugt Spannungen vor.

Abschiedskultur: Auch ein achtsam gestalteter Abschied von Ehrenamtlichen ist ein wichtiger Teil der Anerkennung.

Fazit:

Eine gelebte Anerkennungskultur ist ein wesentlicher Bestandteil erfolgreichen Freiwilligenmanagements. Sie fördert die langfristige Bindung der Engagierten und stärkt die Gemeinschaft.
Ehrenamtliche Arbeit sollte nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten und die Gestaltung der Organisationskultur gewürdigt werden.
So wird freiwilliges Engagement als unverzichtbarer Beitrag für die Gesellschaft sichtbar gemacht und in seiner Bedeutung unterstrichen.

Hier geht's zur Beantragung der Ehrenamtskarte bei der zuständigen Stelle im Referat Bürgerschaftliches Engagement, Familienförderung und
-politik und LSBTIQ* (Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration Bremen)