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Evaluation und Auswertungen
im engagement

Was versteht man unter Evaluationen?

Evaluation bezeichnet den systematischen Prozess, bei dem Engagementprojekte oder -maßnahmen hinsichtlich ihrer Zielerreichung, Qualität und Effektivität überprüft werden. Dabei werden Daten erhoben, analysiert und bewertet, um Rückschlüsse über die Verbesserung und Weiterentwicklung des Engagements zu ziehen. Ziel der Evaluation ist es, Transparenz zu schaffen und den Einsatz von Ressourcen optimal zu gestalten.

Warum ist Evaluation wichtig?

  • Qualitätskontrolle: Sie ermöglicht es, die Wirksamkeit von Programmen oder Projekten zu überprüfen und Schwachstellen zu identifizieren.

 

  • Weiterentwicklung: Evaluation liefert wertvolle Impulse für die zukünftige Ausgestaltung von Engagementprojekten.

 

  • Nachhaltigkeit: Durch Evaluation können langfristige Ziele besser umgesetzt und Erfolgsgeschichten dokumentiert werden.

 

  • Nachweisbarkeit: Für Fördermittelgeber und Kooperationspartner bietet eine Evaluation belastbare Daten zur Legitimierung des Ressourceneinsatzes.

 

Wichtige Schritte

  1. Ziele definieren: Klare Zielvorgaben bilden die Basis für jede Evaluation. Was soll erreicht werden, und welche Kriterien gelten als Erfolg?

     

  2. Methoden wählen: Passende Instrumente zur Datenerhebung auswählen, z. B. Befragungen, Interviews oder Fokusgruppen.


  3. Daten sammeln: Qualitative und/oder quantitative Daten erheben.


  4. Daten auswerten: Analyse der Daten nach vorher bestimmten Standards.


  5. Ergebnisse nutzen: Aus den Ergebnissen Maßnahmen ableiten, diese umsetzen und an die Beteiligten kommunizieren.

 

Praxisbeispiel:

Ein Bremer Jugendprojekt, das Ehrenamtliche in der sozialen Arbeit unterstützt, könnte eine Evaluation durchführen, um zu prüfen, wie die Teilnehmenden ihre Aufgaben wahrnehmen und welche Kompetenzen sie durch ihre Arbeit entwickeln konnten. Hierzu könnten Feedback-Bögen und persönliche Interviews eingesetzt werden. Die Erkenntnisse fließen in die Verbesserung des Programms ein, z. B. durch Anpassung der Schulungsinhalte oder bessere Vernetzung der Ehrenamtlichen.

 

Tipps für eine erfolgreiche Evaluation:

  • Einbindung aller Beteiligten: Alle relevanten Gruppen – Ehrenamtliche, Koordinator*innen, Zielgruppen – sollten in den Evaluationsprozess einbezogen werden.

 

  • Niedrigschwellige Methoden: Um eine hohe Beteiligung sicherzustellen, sollte die Datenerhebung einfach und verständlich gestaltet und dabei an die Zielgruppen angepasst sein.

 

  • Transparenz: Die Ergebnisse und ihre Konsequenzen sollten offen und ansprechend kommuniziert werden, um das Wissen zu teilen und Vertrauen zu schaffen.

Empfehlung: Arbeiten mit Wirkungsorientierung

Um ein Projekt gut evaluieren zu können, ist ein Aufbau nach der sogenannten Wirkungslogik hilfreich.
Im (kostenlosen) Kursbuch Wirkung der Bertelsmann Stiftung und PHINEO ist dieser Ansatz praxisnah beschrieben.