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freiwilligen-survey- zahlen und fakten zum Engagement in deutschland

Der Freiwilligen-Survey ist die wichtigste bundesweite Studie zum freiwilligen Engagement in Deutschland. Alle fünf Jahre wird untersucht, wie viele Menschen sich engagieren, in welchen Bereichen sie aktiv sind und welche gesellschaftlichen Entwicklungen das Ehrenamt beeinflussen. Die Studie liefert verlässliche Daten und zeigt langfristige Trends, die dabei helfen, Engagement gezielt zu fördern.

Wer engagiert sich freiwillig?

Laut dem letzten Freiwilligen-Survey von 2019 engagieren sich 39,7% der Bevölkerung ab 14 Jahren in Deutschland freiwillig – das sind rund 28,8 Millionen Menschen.

Besonders aktiv sind:

  • 30- bis 49-Jährige mit einer Engagementquote von 44,7%.


  • Menschen mit hoher Schulbildung (51,1%).


  • Männer und Frauen etwa gleich häufig – das war in früheren Jahren anders.


  • Menschen ohne Migrationshintergrund häufiger als Menschen mit Migrationshintergrund (44,4% vs. 27,0%).


  • Bewohner*innen Westdeutschlands engagieren sich noch etwas mehr als in Ostdeutschland (40,4% vs. 37,0%).

In welchen Bereichen engagieren sich Menschen?

Freiwilliges Engagement ist vielseitig. Menschen engagieren sich z. B.:

Sport und Bewegung – als Trainer*in oder Vereinsmitglied


🎭 Kultur und Musik – in Chören, Theatern oder Kulturvereinen


🌍 Soziales und Umwelt – in der Nachbarschaftshilfe, für den Klimaschutz oder in der Geflüchtetenhilfe


👩‍⚖️ Politik und Mitbestimmung – in Bürgerinitiativen, Gewerkschaften oder Elternvertretungen


Warum engagieren sich Menschen?

Spaß haben, anderen Menschen helfen, etwas für das Gemeinwohl tun und mitgestalten. Das sind die am häufigsten genannten Gründe für ein Engagement.


Aber auch


- das Zusammenkommen mit anderen Menschen,


- die Möglichkeit, etwas Gutes zurückzugeben,


- Qualifikationen zu erwerben und


- auch Einfluss zu gewinnen werden genannt.


Für einige wenige Menschen ist der Zuverdienst ein Argument für ihr Engagement.


Wie hat sich das Engagement verändert?

Seit 1999 ist die Engagementquote von 30,9% auf fast 40% gestiegen, seit 2014 jedoch bleibt sie relativ stabil.


Besonders auffällig:


  • Ältere Menschen engagieren sich häufiger: Bei den über 65-Jährigen stieg die Quote von 18,0% (1999) auf 31,2% (2019).

  • Weniger zeitintensives Engagement: Immer mehr Menschen engagieren sich flexibel mit bis zu zwei Stunden pro Woche statt regelmäßiger Einsätze.

  • Mehr Digitalisierung im Ehrenamt: 57% der Engagierten nutzen das Internet für ihre freiwillige Tätigkeit – z. B. für die Organisation, Werbung oder digitale Meetings.

Wie werden die Daten erhoben?

Der Freiwilligen-Survey wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Auftrag gegeben und vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) durchgeführt. Dabei werden 28.000 zufällig ausgewählte Menschen telefonisch befragt. Um verzerrte Ergebnisse zu vermeiden, werden die Antworten so gewichtet, dass sie die Vielfalt der Bevölkerung widerspiegeln.

Warum ist der Freiwilligen-Survey wichtig?

Die Ergebnisse helfen Städten, Gemeinden und Organisationen, die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement zu verbessern. Auch in Bremen werden die Daten genutzt, um Engagierte besser zu unterstützen und neue Angebote zu entwickeln. Die Zahlen liefern eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen, Förderprogramme und die Weiterentwicklung des Engagements.

Weitere Infos

Alle Infos zum Freiwilligen-Survey 2025 gibt es baldd auf der Website des BMFSFJ.